Mein Weg mit Arthrose

Es gab einen Moment, da habe ich gemerkt:
So wie bisher kann es nicht weitergehen.

Die Schmerzen im Knie wurden mehr, Bewegungen vorsichtiger, die Stufen abwärts wurden zur Qual. Das mir, die ich mich immer viel bewegt habe, alle möglichen Sportarten betrieben habe und nie zu viel Gewicht hatte. Plötzlich denkt man über Dinge nach, die früher selbstverständlich waren. Ich bewege und laufe für mein Leben gern. Knieprobleme sind für mich nicht nur eine Einschränkung der Bewegung. Es schränkt mich auf vielfältige Weise ein. Keine Bergtouren mehr, Stufen, nein danke. Den Berg hinauf komme ich noch wunderbar. Aber: Wie komme ich wieder runter? Auf meiner letzten Reise durch Norwegen ist mir dies schmerzhaft bewusst geworden. Und es hat mich traurig gemacht. Weil ich tatsächlich etwas sehr sehr vermisse. Mich ohne Schmerzen frei zu bewegen.

Genau da habe ich für mich entschieden, nicht einfach nur damit zu leben – sondern aktiv etwas zu verändern.

Und rückblickend war das eine sehr gute Entscheidung.

Veränderung statt Stillstand

Ich habe angefangen, mich intensiver mit meinem Körper auseinanderzusetzen.
Was tut mir gut? Was verschlechtert die Situation? Und wo kann ich selbst ansetzen?

Bewegung spielt dabei eine riesige Rolle. Nicht im Sinne von „höher, schneller, weiter“ – sondern gezielt, bewusst und regelmäßig. Meine täglichen Gassirunden mit meinem Hund haben viel dazu beigetragen, dass die Schmerzen weniger wurden. Der Hund muss nun mal raus. Und so gehen wir täglich ca. 8-12 km. Allerdings im Moment noch am liebsten auf ebenem Gelände. Dadurch habe ich gelernt, meine Knie zu stabilisieren, statt sie zu schonen.

Und genau das hat etwas verändert. Wenn ich mal stundenlang am Computer sitze, spüre ich beim Aufstehen: Das war jetzt nicht wirklich gut. Die Gelenke müssen dann erst mal wieder geschmiert werden durch Bewegung.

Ernährung als echter Wendepunkt

Der größte Hebel war für mich aber die Ernährung. Fatal: Ich esse unheimlich gerne Nudeln. Und die durfte ich mir mehr oder weniger abgewöhnen. Ich hatte nicht geglaubt, dass ich das schaffe. Seltsamerweise hat mir das überhaupt nichts ausgemacht. Es war nur nicht ganz einfach, etwas zu finden, das genauso gut sättigt. Aber mit der Zeit brauchte ich diese Sättigung überhaupt nicht mehr. Ich wurde schon mit weniger Essen satt.

Wertvoll war für mich auch ein entzündungsarme Konzept. Mir war nie wirklich bewusst, dass ich permanent eine Entzündung in den Knien hatte. Durch die entsprechenden Gewürze und dem entzündungsarmen Konzept von Dr. Wolfgang Feil hat sich das gravierend verändert.

Heute esse ich:

  • sehr viel Gemüse
  • bewusst weniger Kohlenhydrate
  • viele Gewürze
  • Obst
  • mehr Eiweiß
  • und so gut wie keine verarbeiteten Lebensmittel (Convenience-Produkte). Außer Maultaschen. Als waschechter Schwabe muss das sein.

Und tatsächlich bemerke ich einen Unterschied.
Nicht nur im Knie – sondern im ganzen Körper. Darüber spreche ich auch in meinen Videos. Dort findest du auch Rezepte.

Unterstützung im Alltag

Zusätzlich nehme ich Nahrungsergänzungsmittel nach dem Ansatz von Dr. Wolfgang Feil.

Für mich sind das keine Wundermittel – aber ein Baustein im Gesamtbild.

Und heute?

Nach 3 Monaten Testing

  • kann ich wieder mit viel weniger Schmerzen die Treppen runtergehen.
  • spüre ich, dass die Entzündung in den Knien viel weniger geworden ist.
  • kann ich auch mal wieder einen Sprung über einen Graben wagen, ohne Angst zu haben, dabei zu stürzen.
  • bin ich zuversichtlich geworden, dass es auch ohne OP gehen kann.

Die Arthrose ist nicht „weg“. Schließlich lebe ich schon viele Jahre damit. Wie hat mir mal ein Arzt Sonntag morgen in der Notaufnahme gesagt, nachdem ich dort nach einen Sturz von meinem Rennrad eingetrudelt bin. „Sport ist Mord.“ Na ja, nicht wirklich. Aber verhindert hat es die Arthrose auch nicht. Zumindest bei mir. Da ist – denke ich – jeder ein Stück weit schon genetisch programmiert.
Wichtig ist für mich das Gefühl, wieder die Kontrolle zu haben.

Warum ich das teile

Ich teile meinen Weg auf YouTube und Instagram, weil ich weiß, wie es sich anfühlt, an diesem Punkt zu stehen. Und muss auch zugeben, dass ich nicht perfekt bin und es doch den einen oder andern Tag schleifen lasse und zwei Augen zudrücke. Jedoch bin ich auch überzeugt davon, dass nichts sein „muss“ aber vieles sein „darf“. Spätestens, wenn der Körper mir Feedback gibt, besinne ich mich wieder darauf, wie gut mir das tut und starte wieder durch. Wir haben es selbst in der Hand.

Wenn ich es schaffe, mit meinen Videos auch nur einer Person zu helfen, einen ersten Schritt zu machen – dann hat sich das alles schon gelohnt.

Mein Fazit

Es ist sicher nicht der einzige Weg.
Aber es ist mein Weg. Und du darfst deinen Weg finden, falls es dir auch so geht.

Warum ich das unter der Rubrik „Genuss“ schreibe? Wir denken oft, dass gesund zu Leben kein Genuss sein kann. Das Gegenteil kann ich dazu sagen. Seit ich mich so ernähre und mich bewege, fühle ich mich insgesamt besser. Und das „neue“ Essen schmeckt tatsächlich ganz lecker.

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