Meine kleine Auszeit auf Reisen
Egal, wo ich gerade unterwegs bin – eine Sache gehört für mich einfach dazu: Irgendwann gibt es einen Aperol Spritz. Es ist fast schon ein kleines Ritual geworden, ein Moment nur für mich, egal in welchem Land ich mich gerade befinde.
Am meisten in Erinnerung geblieben ist mir dabei tatsächlich mein „teuerster“ Aperol Spritz. Das war in Norwegen. Die Erwartung war groß, die Vorfreude ebenso. Was dann kam, war… sagen wir mal: überschaubar. Ein Glas mit einem Hauch von Sekt – eher wie ein Fingerhut. Wenn man ehrlich ist, war das fast alkoholfrei. Der Preis hingegen ganz und gar nicht: umgerechnet etwa 16 Euro.
Ein Erlebnis, das ich so schnell nicht vergessen werde – und vermutlich auch nicht wiederholen muss.
Ganz anders sind die vielen anderen Momente, die ich mit diesem Getränk verbinde. Am liebsten sitze ich irgendwo am Meer, am Nachmittag oder in den frühen Abendstunden. Die Sonne wird weicher, das Licht wärmer, und alles wird ein bisschen ruhiger.



Dann ein Glas Aperol Spritz in der Hand, mein Hund an meiner Seite – mehr brauche ich in diesem Moment nicht.
Es ist diese Mischung aus Einfachheit und Genuss, die es für mich so besonders macht. Kein Stress, kein Plan, kein Ziel. Einfach sitzen, schauen, atmen und den Augenblick genießen.
Für mich ist das mehr als nur ein Getränk. Es ist eine kleine Auszeit. Ein bewusst gesetzter Moment, in dem ich mir erlaube, nichts zu müssen.
Und vielleicht ist genau das der wahre Luxus auf Reisen:
Nicht das, was es kostet – sondern das, was es einem gibt.
